Binaurale Beats: Der positive Einfluss von virtuellen Frequenzen auf unser Gehirn

Hier findest du Wissenswertes zum Thema Binaurale Beats und Frequenzen sowie wichtige Hintergrundinformationen wie z.B. die positiven Auswirkungen auf unseren Körper, Geist und auf unser Bewusstsein

Nada Brahma − das Universum ist Klang

Buddha

Was sind binaurale Beats?

Binaurale Beats (binaural: lat. mit beiden Ohren) werden als pulsierender Ton im Gehirn wahrgenommen. Je nach Frequenz können sie unsere Hirnwellen beeinflussen und das Gehirn stimulieren um Entspannung, Schlaf, Meditation, Kreativität, die Gedächtnisleistung oder die Konzentration zu fördern.

Entstehung

Binaurale Beats entstehen, wenn an beide Ohren ein separater Ton mit je leicht abweichender Frequenz gesendet wird. Folgend ein Beispiel:

Rechtes Ohr18 Hz
Linkes Ohr10 Hz
Wahrnehmung in der Hörbahn8 Hz

Der wahrgenommene, pulsierende Ton ergibt sich aus der Differenz der beiden zugeführten Frequenzen. Der Mittelwert aus 18 und 10 ist 8.

Töne im Frequenzbereich zwischen 8 und 13 Hz werden als Alpha- oder Mu-Wellen bezeichnet. Alpha-Wellen können bspw. Entspannung und Kreativität im Wachbewusstsein fördern.

Weiter unten im Beitrag gehe ich auf die fünf neurologisch relevanten Frequenzbereiche noch etwas näher ein.

Hörbeispiel (binauraler Frequenzen mit 8 Hz):

Die 5 relevanten Frequenzbereiche

Unser Gehirn sendet je nach Bewusstseinszustand unterschiedliche Frequenzen in Form von elektromagnetischen Impulsen aus. Die meisten Frequenzen sind nicht bzw. nur sehr schwer hörbar, da sie unterhalb der Wahrnehmungsgrenze des menschlichen Hörsinns liegen (das sind ca. 20 Hz).

Durch den Einsatz von binauralen Beats können die nicht hörbaren Frequenzen virtuell in unserem Gehirn erzeugt werden. EEG-Messungen bestätigen, dass unser Gehirn versucht, sich den von Außen initiierten Frequenzen anzunähern und sich damit zu synchronisieren. Dadurch kann eine ganze Reihe an Bewusstseins- und Gemütszuständen beeinflusst werden.

Dieser Annäherungsprozess wird als Entrainment oder auch als Hirnwellen-Synchronisation und neuronales Entrainment bezeichnet.

Um unsere Hirnwellen mit den passenden Frequenzen zu synchronisieren, ist es wichtig zu wissen, welche Frequenzbereiche den verschiedenen Bewusstseinszuständen zugeordnet werden können.

Die nebenstehende Grafik zeigt das Frequenzspektrum der menschlichen Gehirnwellen inkl. einer Beschreibung der jeweiligen Bewusstseinszustände.

Frequenzspektrum der menschlichen Hirnwellen

EEG-BandFrequenzBewusstsein
Gamma30 – 200+ HzEinsicht, maximaler Fokus, erhöhtes Bewusstsein
Beta13 – 30 HzWachsamkeit, Konzentration, Wahrnehmung
Alpha8 – 13 HzEntspannung, Visualisierung, Kreatitvität
Theta4 – <8 HzMeditation, Intuition, Erinnerung
Delta0.1 – <4 HzGelöstes Bewusstsein, Heilung, Schlaf
Neurologisch relevante Frequenzbereiche der menschlichen Hirnwellen

Die Frequenzbereiche über 30 Hz sind besonders interessant für die Wissenschaft, da Veränderungen im Bewusstsein

Erklärung & Hörbeispiele

In den nächsten Abschnitten beschreiben wir einzelnen Frequenzbereiche und deren Eigenschaften etwas näher. Du findest dort zudem erste Hörbeispiele. Die Beispiele sind RAW, ohne harmonische Hintergrundmusik oder dergleichen. Wenn du Binaurale Beats für den Alltag suchst, findest du weiter unten im Beitrag harmonische Kompositionen.

Binaurale Frequenzen im RAW-Format können auf Dauer etwas eintönig klingen. 😉

An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass sich jedes Gehirn aufgrund der enormen Komplexität sehr individuell und unterschiedlich verhält. Es könnte sein, dass gewisse Gemüts- oder Bewusstseinszustände nur mit individuellen Frequenzen erreicht werden können. 

Delta-Wellen

Tiefschlafphase (0.1 – <4 Hz)

Delta-Wellen

Beschreibung:

Delta-Wellen sind sehr niedrig schwingende Frequenzen von 0.1 – <4 Hz. Wenn die Hirnwellen in diesem Spektrum schwingen, befinden wir uns häufig in einer Tiefschlafphase, Tiefenentspannung, Trance oder in tiefer Meditation.

Effekte:

Binaurale Beats mit Delta-Wellen können heilend wirken und die natürliche Regeneration von Körper und Geist unterstützen.

Hörbeispiel (binaurale Frequenzen mit 1.5 Hz):

Theta-Wellen

Schläfrigkeit (4 – <8 Hz)

Theta-Wellen

Beschreibung:

Theta-Wellen sind die nächst höher schwingenden Frequenzen im Gehirn von 4 – <8 Hz. In diesem Frequenzspektrum befinden wir uns in einem entspannten, leicht schläfrigen Wachzustand. Theta-Wellen entstehen meistens bei Meditation, kurz vor dem einschlafen oder auch wenn wir Träumen.

Effekte:

Das menschliche Gehirn lernt am besten in einem entspannten Modus, deshalb können Theta-Wellen die Kreativität, Intuition, Konzentration, die Lernfähigkeit und unser Erinnerungsvermögen unterstützen.

Hörbeispiel (binaurale Frequenzen mit 5.1 Hz):

Alpha-Wellen

leichte Entspannung (8 – 13 Hz)

Alpha-Wellen

Beschreibung:

Alpha-Wellen schwingen in einer Frequenz zwischen 8 – 13 Hz. Leichte Entspannung bei geschlossenen Augen und entspannte Wachheit wird mit den Alpha-Wellen in Verbindung gebracht. Häufig entsteht einer der oben genannten Bewusstseinszustände beim Lesen, Lernen oder meditieren.

Effekte:

Wenn unsere Hirnwellen eine Frequenz von 13 Hz überschreitet, befinden wir uns in einem konzentrierten Wachbewusstsein. An der Schwelle zwischen Alpha und Beta können wir besonders kreativ tätig sein, einen starken Fokus bewahren, besser lernen und innerhalb einer Meditation sogar außerkörperliche Erfahrungen wahrnehmen.

Hörbeispiel (binaurale Frequenzen mit 8.8 Hz):

Beta-Wellen

Wachsamkeit, Konzentration (13 – 30 Hz)

Beta-Wellen

Beschreibung:

Im normalen Wachbewusstsein schwingen die Beta-Wellen, sie liegen im Frequenzbereich zwischen 13 – 30 Hz. Bei nach außen gerichteter Aufmerksamkeit, kreativen, angestrengten, logischen, prüfenden Denken,  aktiver Konzentration und- oder bei leichter Anspannung schwingen die Beta-Wellen in etwas höherer Frequenz.

Effekte:

Beta-Wellen können unsere allgemeine Wachheit im Alltag, unsere Klarheit, Kreativität, Aufmerksamkeit, Lernfähigkeit und die Produktivität bei kognitiv anstrengenden Aufgaben unterstützen und fördern.

Hörbeispiel (binaurale Frequenzen mit 25 Hz):

Gamma-Wellen

Maximaler Fokus, erhöhtes Bewusstsein (30 – 200+ Hz)

Gamma-Wellen

Beschreibung:

Gamma-Wellen schwingen im Frequenzbereich zwischen 30 und 100+ Hz. Sie treten bspw. bei starker Konzentration, Fokussierung, geistiger Anstrengung, beim Lernen und auch bei erfahrenen Meditierenden auf. Mit den Gamma Wellen werden transzendente, spirituelle wie auch universell-verbundene Erfahrungen in Verbindung gebracht. Bei fokussierter Meditation im Bereich von ca. 40 Hz synchronisiert sich das Gehirn über weite Bereiche mit den Gamma-Wellen. Die Frequenzen ab 40 Hz sind besonders interessant für die Wissenschaft, da sie bis jetzt nur ein winziger Bruchteil der Auswirkungen im Gehirn und die damit verbundenen Bewusstseinszustände erforscht wurde.

Effekte:

Binaurale Beats mit Gamma-Wellen Frequenzen sollten dann zum Einsatz kommen, wenn du dein Gehirn in einen High Performance Zustand versetzen möchtest. Die oben beschriebenen Anwendungsbereiche helfen dir, zu entscheiden wann du sie idealerweise einsetzen solltest. Ich persönlich verwende Gamma-Wellen sehr häufig bei Meditation, Astralreisen, beim Arbeiten und beim Lernen. Mit Hilfe dieser Frequenzen fällt es mir zudem leichter, mit kollektiven Bewussteinsfeldern zu kommunizieren.

Hörbeispiel (binaurale Frequenzen mit 55 Hz):

Ein- und Auswirkung auf das Gehirn

Einfluss von binauralen Frequenzen auf das menschliche Gehirn. Das Gehirn wird stimuliert und versucht sich mit den von Außen zugeführten Frequenzen zu synchronisieren. Dieser natürliche Vorgang wird als Neuronales Entrainment oder auch als Hirnwellen-Synchronisation bezeichnet.

Die binauralen Frequenzen entstehen laut wissenschaftlichen Vermutungen in der Hörbahn, hauptsächlich im sog. Nucleus olivaris superior, einem Teil des Hirnstamms.

Wie bereits oben erwähnt, werden binaurale Beats wahrgenommen, wenn 2 Töne mit unterschiedlichen Frequenzen erzeugt werden. Der Mittelwert der zugeführten Frequenzen ist dann der Wert, dem sich das Hirn versucht anzunähern, um sich damit zu synchronisieren.

Um dir einen ersten Vorgeschmack davon zu geben, wie sich binaurale Beats auf unsere Wahrnehmung und auf unser Befinden auswirken können, folgen nun ein paar Alltagsbeispiele. Die binauralen Beats der einzelnen Anwendungsbereiche kannst du kostenlos herunterladen und nicht-kommerziell uneingeschränkt verwenden.

Bekannte Auswirkungen:

  • Tiefenentspannung unterstützen (Delta: 0.1 – 4 Hz)
  • Steigerung der Gedächtnisleistung (Theta: 4 – 8 Hz)
  • Kreativität & Visualisierung stärken (Alpha: 8 – 13 Hz)
  • Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit (Beta: 13 – 30 Hz)
  • Maximaler Fokus / Bewusstsein erweitern (Gamma: 30 – 200+ Hz)

Hörbeispiele

Tiefenentspannung unterstützen

Delta: 0.1 – 4 Hz

Delta-Wellen im Frequenzbereich zwischen 0.1 und 4 Hz sind die Hirnwellen mit der niedrigsten Frequenz. Sie treten hauptsächlich in der traumlosen Tiefschlafphase auf. Durch das Hören von Delta-Wellen synchronisiert sich das Gehirn mit diesen niederfrequenten Wellen. Das Einschlafen fällt dadurch leichter und die Tiefenentspannung sowie die natürliche Regeneration von Körper & Geist wird unterstützt.

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Steigerung der Gedächtnisleistung

Theta: 4 – 8 Hz

Wenn das Gehirn im Theta Frequenzbereich zwischen 4 und 8 Hz schwingt, kann Lang- und Kurzzeitgedächtnis verbessert werden. Theta-Wellen spielen zudem eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung von Erinnerungs- und Lernprozessen.

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Kreativität & Visualisierung stärken

Alpha: 8 – 13 Hz

Alpha-Wellen im Frequenzbereich zwischen 8 und 13 Hz treten bei einer entspannten Grundhaltung, bei Meditation, Visualisierungen oder Tagträumen auf. Am kreativsten sind wir, wenn sich unser Gehirn in einem entspannten Zustand befindet, deshalb können Alpha-Wellen die Kreativität anregen, fördern und unterstützen.

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Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit

Beta: 13 – 30 Hz

Wenn das Gehirn im Beta Frequenzbereich zwischen 13 und 30 Hz schwingt, kann die Konzentration, die Lernfähigkeit und die allgemeine Aufmerksamkeit verbessert werden. Beta-Wellen können beim normalen Wachbewusstsein beobachtet werden, bei kreativen Prozessen sowie beim logischen, prüfenden, bewussten Denken.

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Maximaler Fokus / Bewusstsein erweitern

Gamma: 30 – 200+ Hz

Wenn das Gehirn im Gamma Frequenzbereich zwischen 30 und 100+ Hz schwingt, befinden wir uns in starker Konzentration, Fokussierung oder geistiger Anstrengung. Gamma Wellen unterstützen transzendente, spirituelle wie auch universell-verbundene Erfahrungen. Auch ein erhöhtes Bewusstsein zu erreichen und außerkörperliche Erfahrungen zu machen sind möglich.

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Studien & Benefits

Auditorische Beat-Stimulation

Auditorische Beat-Stimulation kann ein vielversprechendes neues Instrument zur Manipulation kognitiver Prozesse und zur Modulation von Stimmungszuständen sein. In der unten verlinkten Studie Hier wird ein Überblick über die Literatur gegeben, die die aktuellsten Anwendungen der auditorischen Beat-Stimulation und ihre Ziele untersucht. Die Studie gibt einen kurzen Überblick über die Forschung zu auditiven steady-state Reaktionen und deren Beziehung zur auditiven Beat-Stimulation (ABS). Es werden relevante Studien zusammengefasst, in denen die neurophysiologischen Veränderungen im Zusammenhang mit der ABS untersucht wurden und wie sie sich auf das Design geeigneter Stimulationsprotokolle auswirken.

Mit dem Schwerpunkt auf der binauralen Stimulation wird die Rolle der monauralen und binauralen-Beat Frequenzen in der Kognition und in Stimmungszuständen, zusätzlich zu ihrer Wirksamkeit bei der Bekämpfung von Krankheitssymptomen diskutieret. Es wird versucht, wichtige Punkte bezüglich der Stimulationsparameter hervorzuheben und zu erörtern, warum es oft widersprüchliche Ergebnisse bezüglich der Ergebnisse von ABS gibt.

Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4428073/

Gehirn reagiert auf einen 6-Hz-Binauralschlag

Ein binauraler Beat ist ein Beat-Phänomen, das durch die dichotische Darstellung zweier fast gleichwertiger Reintöne, aber mit leicht unterschiedlichen Frequenzen, erzeugt wird. Die Reaktionen des Gehirns auf binaurale Beats sind nach wie vor umstritten; daher war das Ziel dieser Studie, die Reaktionen der Theta-Aktivität auf einen binauralen Beat zu untersuchen, indem Faktoren kontrolliert wurden, die die Lokalisation beeinflussen, einschließlich der Frequenz, der Trägertonfrequenz, der Expositions-Dauer und des Aufnahme-Verfahrens.

In dieser Studie wurde eine binaurale 6-Hz Frequenz auf einem 250-Hz-Trägerton für 30 Minuten verwendet. Als Aufnahmemodalität wurde die quantitative Elektroenzephalographie (EEG) verwendet. Achtundzwanzig Teilnehmer wurden in Versuchs- und Kontrollgruppen aufgeteilt. Die emotionalen Zustände wurden mit Hilfe der Brunel-Mood-Skala (BRMUS) vor und nach der Exposition gegenüber dem Stimulus bewertet.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Theta-Aktivität im gesamten Kortex innerhalb von 10 Minuten nach der Exposition mit dem Stimulus in der Versuchsgruppe induziert wurde. Im Vergleich zur Kontrollgruppe wurde die Theta-Aktivität auch in der frontalen und parietal-zentralen Region induziert, was die Fz-Position einschloss, und die Dominanz der linken Hemisphäre wurde für andere Expositions-Dauern dargestellt.

Das Muster, das für 10 Minuten Exposition aufgezeichnet wurde, schien die Gehirnfunktionen eines meditativen Zustandes zu sein. Außerdem war der Spannungsfaktor von BRUMS in der Versuchsgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe, die dem Meditationseffekt ähnelte, vermindert. Daher wurde ein binauraler 6-Hz Beat auf einem 250-Hz-Trägerton als Stimulus für die Induktion eines meditativen Zustands vorgeschlagen.

Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5487409/

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